ERC Kurse

Kurse nach Leitlinien des European Resuscitation Council. Die Kurse finden im Lehr- und Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie statt.


Immediate Life Support (ILS)

Zielgruppe:
Dieser  Kurs  ist  speziell  für  Personal  gedacht,  welches  medizinisch  vorgebildet,  aber  notfallmedizinisch  unerfahren  ist.  Das Kurskonzept  ist  europaweit  standardisiert  und  etabliert,  an  der  UMG  wurden  bereits  ILS  Kurse  durchgeführt.  Die Zertifikate  sind  drei Jahre gültig.

Ziel  des  Kurses:
Das  Kurskonzept  basiert  auf  dem  Immediate  Life  Suport  (ILS)  Kurs  des  ERC  (European  Resuscitation  Council). Die Immediate  Life  Support  Kurse  bilden  die  Teilnehmer  dazu  aus,  dass  sie  bis  zum  Eintreffen  von Reanimationsteams  (Rettungsdienst  oder  das  innerklinische  Notfallteam)  die  wesentlichen  lebenserhaltenden  Maßnahmen  durchführen können, die die unabdingbare Grundlage für erweitere Reanimationsmaßnahmen bildet. Beginnend  bei  der  Erkennung  eines drohenden  Kreislaufstillstandes  sowie  dessen  Vermeidung,  über  die  Betreuung  von  kritisch  kranken  Patienten  in  den  ersten  Minuten,  bis  hin  zur  Herz Lungen  Wiederbelebung.

 
Anzahl  der  Teilnehmenden:
Bis zu 12  Teilnehmer

Aufbau  des  Kurses/Zeitplan:
Die  Dauer  des  Kurses  beträgt  einen  Tag  in  Vollzeit.  Die  Kursinhalte  werden  dabei  in  kurzen  Referaten  sowie  Übungen  in Kleingruppen  vermittelt.  Ein  besteht  ein  festes  Verhältnis  von  Instruktoren  zu  Teilnehmern,  damit  der  Kurs  definierten Qualitätsanforderungen  genügt.

Besondere  Voraussetzungen  für  die  Dozenten:
Ausgebildete  Instruktoren  des  ERC  für  das  entsprechende  Kursformat
 
Besonderheiten:
Kursinhalte  sind  das  ABCDE-Schema,  der  BLS  Algorithmus,  Atemwegsmanagement  (inklusive  der  schwierige  Atemweg),  Notfallmedikamente,  Rhythmusanalyse  (inkl.  Defibrillation  und  AED),  sowie  Notfall- und  Reanimationsszenarien.

Der  Kurs  richtet  sich  nach  den  Leitlinien  des  ERC  (European  Resuscitation  Council).  Dieses  befasst  sich  wissenschaftlich mit  der  Reanimation  und  mit  kardiologisch  instabilen  Patienten.  Insbesondere  werden  die  Forschung,  die  Entwicklung von Behandlungsstrategien  sowie Kurse  zum  Thema Notfallmedizin  vorangetrieben.

UMG intern werden die  Kosten  des  Kurses  werden  durch  die  UMG  übernommen  werden.  Die  Anmeldung  erfolgt  hier über  die  interne  Stelle  für  Fort- und  Weiterbildung.

Für Kurse an externe Besucher sprechen Sie uns bitte an, wir bieten auch Kurse an Ihrem Standort an.


 

Advanced Life Support (ALS)

Zielgruppe:
Personal der Pflege, des Rettungsdienstes oder Ärzte, die im präklinischen oder stationären Bereich mit dem Management von Notfallsituationen konfrontiert sind.
 
Ziel des Kurses:
Basierend auf den Algorithmen des European Resuscitation Council (ERC) vermittelt der Kurs die theoretischen und praktischen Fähigkeiten, um den Herz KreislaufStillstand und andere potentiell lebensbedrohliche Kreislaufstörungen des Erwachsenen zu behandeln.
 
Anzahl der Teilnehmer:
Bis zu 24 Teilnehmer
 
Aufbau des Kurses/Zeitplan:
Die Dauer des Kurses beträgt 2 ½ Tage mit folgender Aufteilung:
 
Tag 1: 08:00 bis 18:30 Uhr + Kursessen
Tag 2: 08:00 bis 18:30 Uhr
Tag 3: 09:00 bis 15:30 Uhr
 
mit praktischer und theoretischer Abschlussprüfung
 
Besondere Voraussetzungen für die Dozenten:
Ausgebildete Instruktoren des ERC für das entsprechende Kursformat
 
Besonderheiten:
Der ALS Kurs soll das Können der Teilnehmer über die reinen Basisreanimationsfähigkeiten hinaus um Kenntnisse der medikamentösen und elektrischen Therapie des Herz-Kreislauf-Stillstandes, des Atemwegsmanagements, der manuellen Defibrillation und der Postreanimationsbehandlung erweitern. Zusätzlich werden spezielle Situationen wie die Reanimation beiSchwangeren, bei Vergiftungen, Asthma, Ertrinkungsunfällen etc. trainiert. Der Kurs ist sehr intensiv und besteht bis auf drei Vorträge ausschließlich aus praktischen Übungen in Kleingruppen. Damit eine einheitliche theoretische Grundlage besteht, erhalten die Teilnehmer einen Monat vor dem Beginn des Kurses das ALS-­Kursmanual. Der Wissensstand wird vor dem Kursbeginn mit einem sogenannten Pre-­Test (Multiple Choice Test) überprüft. Aufgetretene Fragen können zeitnah mit dem betreuenden Mentor (Instruktor, der maximal 3 Teilnehmer betreut) angesprochen und geklärt werden. Am Ende des Kurses wird das erworbene Können praktisch und theoretisch evaluiert.
 

 
European Trauma Course (ETC)
 
Zielgruppe:
Medizinisches Personal und Ärzte, die an der prä-­ und innerklinischen Erstversorgung traumatisierter Patienten beteiligt sind.
 
Ziel des Kurses:
Verbesserung der Versorgung traumatisierter Patienten im prä-­ und innerklinischen Bereich.
 
Anzahl der Teilnehmenden:
Maximal 24 Teilnehmer
 
Aufbau des Kurses/Zeitplan:
Die Dauer des Kurses beträgt 2 ½ Tage mit folgender Aufteilung:
 
Tag 1: 08:00 bis 18:30 Uhr + Kursessen
Tag 2: 08:00 bis 18:30 Uhr
Tag 3: 09:00 bis 15:30 Uhr
 
Praktische Prüfung am Ende
 
Besondere Voraussetzungen für die Dozenten:
Ausgebildete Instruktoren des ERC für das entsprechende Kursformat
 
Besonderheiten:
Die Teilnehmer werden über einen Zeitraum von 2 ½ Tagen an Simulatoren in Fallszenarien zum Schockraum-Management geschult. Die Kursinhalte werden abgesehen von zwei Vorträgen und zwei Demonstrationen ausschließlich als Fallbeispiele mit steigendem Schwierigkeitsgrad in Kleingruppen mit je vier Teilnehmern und zwei Instruktoren vermittelt. Hierbei übernehmen die Teilnehmer abwechselnd die Funktionen des Trauma-­Leaders oder die eines Teammitglieds. Es werden verschiedene praktische Techniken geübt (z.B. Atemwegsmanagement, Anlage einer Thorax-drainage, Immobilisation, etc.), aber auch die Funktion als Koordinator und Leiter eines Trauma-­Teams. Ein besonderer Schwerpunkt des ETC liegt im Team-­Approach, das heißt, der parallelen Versorgung des traumatisierten Patienten durch mehrere Helfer – wie es dem Versorgungsalltag in europäischen Trauma-­Zentren entspricht. Der Kurs gehört zu den in der S3-­Leitlinie Polytrauma und im Weißbuch der DGU empfohlenen Kursen für Personal das an der Schwerverletztenversorgung teilnimmt. Er ist seit 2012 für die Zertifizierung im Rahmen eines Trauma-­Netzwerks anerkannt. Bei erfolgreicher Teilnahme wird ein entsprechendes Zertifikat mit einer Gültigkeit von 5 Jahren ausgestellt.
 

 
European Pediatric Life Support (EPALS)

Der European Pediatric Life Support Kurs vermittelt alle theoretischen und praktischen Fertigkeiten, um den Herz-Kreislauf-Stillstand bei Kindern zu behandeln.

Der Kurs dauert zwei Tage. Über die Basismaßnahmen hinaus vermittelt er die erweiterte Maßnahmen der Wiederbelebung bei Säuglingen und Kindern, die Fremdkörperentfernung, das Erkennen des kritisch kranken Kindes, das Atemwegsmanagement, Arrhythmie, Trauma-Management sowie die Wiederbelebung des Neugeborenen einschließlich Stabilisierung, Monitoring und Transport des kritischen kranken Kindes.

Wichtig sind auch ethische Aspekte. Beispiele für die praktischen Übungen sind das Freimachen und Freihalten der Atemwege, die Möglichkeiten eines Gefäßzugangs beim Kind, die pädiatrischen Besonderheiten bei Volumenersatz, Pharmakotherapie und Defibrillation.

Trainiert wird vor allem an Hand von Kasuistiken der Ateminsuffizienz, Kreislaufinsuffizienz und des Trauma bei Kinder und Neugeborenen. Bei allen Stationen wird sehr viel Wert auf Teamwork gelegt..

 

 
 
PD Dr. Markus Roessler
Zentrum Anästhesiologie, Rettungs‐ und Intensivmedizin
Universität Göttingen
Robert‐Koch‐Str. 40
37075 Göttingen