Chronischer Schmerz

Arbeitsgruppenleiter:

Prof. Dr. med. Frank Petzke


 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

Konditionierte Schmerzmodulation und QST bei Patienten mit Fibromyalgie, Osteoarthrose und gesunden Kontrollpersonen

Team: Frank Petzke, Luis Lima Da Silva (Köln)

Bei verschiedensten chronischen Schmerzsyndromen wurde eine Störung der zentralen Schmerzmodulation gezeigt. Dabei konnte insbesondere eine Störung der absteigenden Hemmmsysteme aufgezeigt werden. BEi Patienten mit Fibromyalgiesyndrom (FMS) wird eine solche Störung als möglicher Mechanismus in der Ausbildung der generalisierten Hyperalgesie gesehen. Bei Patienten mit Osteoarthrose (OA)  war vor Operation einer schmerzhaften Coxarthrose ebenfalls eine verminderte Hemmung beschrieben worden.

Bis heute gibt es keinen standardisierten Test zur Erfassung diese Funktionsstörung, allerdings beruhen die meisten Verfahren auf der gleichzeitigen Präsentation zweier Schmerzreize (konditionierender Reiz und Testreiz) oder einem Summationstest. In dieser Untersuchung sollen verschiedene subjektiv kalibrierte Testreize (Hitze und Druck) in einem Kaltwasserbad untersucht und mit einem Summationsparadigma verglichen werden. Dabei soll gleichzeitig die basale Schmerzsensibilität in einem QST-Paradigma erfasst werden. Je 30 Patienten mit FMS, OA und gesunde Kontrollen werden untersucht.

In einem zweiten Projekt soll das gleiche Verfahren an jeweils 30 altersgematchten Frauen und Männern untersucht werden.

 

 

Psychomotorische Leistungsfähigkeit unter multimodaler und mediamentöser Kombinationstherapie

Team: Frank Petzke, Goran Pavlakovic

Mittels des Wiener Test Systems kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit von Probanden  auf standardisierte Weise erhoben werden. Durch den Einstaz entsprechender Testbatterien ist eine multizentrische Datensammlung sowie eine longitudinale Erfassung möglich. Patienten mit chronischen Schmerzen geben eine Beeinträchtigung sowohl durch die Schmerzen selber, als auch durch eine mögliche medikamentöse Behandlung an. Letztere wird zunehmend als Kombinationsbehandlung verschiedener zentral wirksamer Substanzen (Antidepressiva, Antinkonvulsiva und Opioide) durchgeführt.
 
Im Rahmen dieses Projekts ist einerseits in Kooperation mit dem BASt als teil des DRUID-Forschungsprojektes der EU der Einfluss von Opioiden auf de fahrelevanten Leistungen untersucht worden. Diese Unetrsuchung ist abgeschlossen und in der Auswertungsphase.

Aktuell  ist die Untersuchung des Einflusses eines multimodalen Therapieprogrammes auf die psychomotorische Leistungsfähigkeit bei chronischen Schmerzpatienten in Vorbereitung.