Geschäftsfeld Intensivmedizin

Geschäftsfeldleiter:

PD. Dr. med. O. Mörer
Prof. Dr. med. Onnen Mörer
Geschäftsfeldleiter Intensivmedizin
Tel.: 0551 39 9561
Pieper: 919-4019
Per E-Mail kontaktierenE-Mail
     

 

 

Stationssekretariat: Christiane Gruber Tel.: 0551 39 13328 oder -66053 Fax.: 0551 39 13329 Per E-Mail kontaktierenE-Mail Ebenenbüro: Bodo Schulz Tel.: 0551 39 8642 Per E-Mail kontaktierenE-Mail

Im Geschäftsfeld Intensivmedizin werden auf drei Intensivstationen mit insgesamt 53 Betten sowie einer Intermediate-Care Station (IMC) mit 10 Betten Patienten aller operativen Fachgebiete betreut. 

Das Leistungsspektrum unserer Intensivstationen umfasst das gesamte Spektrum der intensivmedizinischen Komplexbehandlung von allen operativen Fachgebieten einschließlich von Patienten/innen mit Polytrauma, Schädelhirntrauma, Organtransplantationen, sowie die Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen (ARDS), Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock.

Die interdisziplinäre Behandlung erfolgt rund um die Uhr in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den chirurgischen Fachdisziplinen und im Austausch mit Spezialisten der nicht-operativen Kliniken der Universitätsmedizin Göttingen (z.B. Radiologen, Mikrobiologen, Internisten, Neurologen, Psychiater

Intensivstationen

Station 0117

Auf der Station 0117 (22 Betten) werden schwerpunktmäßig Patienten behandelt, die sich großen operativen Eingriffen aus den Fachgebieten Neurochirurgie, Unfallchirurgie (einschließlich polytraumatisierter Patienten), Orthopädie, Mund-Kiefer Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Augenheilkunde unterziehen müssen.

Station 0118

Auf der Station 0118 (20 Betten) werden schwerpunktmäßig Patienten nach herzchirurgischen, thoraxchirurgischen, gefäßchirurgischen, urologischen und gynäkologischen Eingriffen versorgt. Das Patientenkollektiv schließt Patienten nach Herztransplantation ein.

Station 1014

Auf der Station 1014 (11 Betten) werden schwerpunktmäßig Patienten nach viszeralchirurgischen Eingriffen in einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie intensivmedizinisch behandelt.

Station 1012

Auf der IMC Station 1012 (10 Betten) werden überwiegend Patienten zur Überwachung nach der Intensivbehandlung versorgt.

Stationsübergreifendes Behandlungsspektrum

Darüber hinaus werden auf allen drei Stationen Patienten der oben genannten Fachabteilungen bei schwerwiegenden nicht-perioperativen Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Myokardischämie, Herzrhythmusstörungen, Lungenembolie, Pneumonie, Schlaganfall) behandelt. Regelmäßig werden außerdem Patienten mit neurologischen Erkrankungen, internistischen Erkrankungen, Intoxikationen und septischem Multiorganversagen therapiert.

Bei der Behandlung unserer Patienten orientieren wir uns an internationalen Therapiestandards und –empfehlungen, die von uns in Behandlungspfaden (SOP = „standard operating procedures“) implementiert und regelmäßig aktualisiert werden.

 

Team

Bereichsoberärzte:

       
 
Dr. med. Martin Golinski
Bereich Intensivmedizin 0117
Tel.: 0551 39 8863
Pieper: 919-4095
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Daniel Stein
Bereich Intensivmedizin 0117
Tel.: 0551 39 8863
Pieper: 919-4224
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PD Dr. med. Daniel Heise
Bereich Intensivmedizin 0118
Tel.: 0551 39 22230
Pieper: 919-4069
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PD Dr. med. Thorsten Perl
Bereich Intensivmedizin 1014
Tel.: 0551 39 91021
Pieper: 919-4192
Per E-Mail<br />
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Dienstleiter:

Dr. med. J. Brinker
Tel.: 0551 39 91021
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Dr. med. H. Schotola
Tel.: 0551 39 22230
Per E-Mail kontaktierenE-Mail
Dr. med. I. Eberhardt
Tel.: 0551 39 22230
 Per E-Mail kontaktierenE-Mail
K. Stich
Tel.: 0551 39 8863
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Studienkoordination: Andrea Kernchen Tel.: 0551 39 8864 oder -22770 Fax: 0551 39 12617
 
Medizintechnik: Wilfried Fraatz (MTS) Tel.: 0551 39 66746

 Aufgaben und spezielle intensivmedizinische Verfahren

Zur erweiterten Kreislaufüberwachung und Steuerung der Behandlung von Kreislaufstörungen kommen alle gebräuchlichen Methoden zur Messung der globalen und regionalen Kreislauffunktion zum Einsatz (Pulmonalarterienkatheter, PiCCO, LIMON und gastrale Tonometrie und transzerebrale Dopplersonographie). Bettseitige bildgebende Verfahren wie Sonographie (Ultraschall), transthorakale (TTE) und transösophageale Echokardiographie (TEE) werden routinemäßig durchgeführt. Neben den medikamentösen Therapieoptionen werden regelhaft mechanische Kreislaufunterstützungssysteme eingesetzt. Als mechanische Unterstützungsverfahren werden die intraaortale Ballongegenpulsation (IABP) und bei entsprechender Indikation auch weitere kardiale Assistsysteme (veno-arterielle ECMO, Linksherzbypass, Rechtsherzbypass, Ventricular Assist Device) eingesetzt.

Es werden differenzierte Beatmungsformen (wie nicht-invasive Beatmung, invasive Beatmung, Beatmung mit inhalativem Stickstoffmonoxid bei schwersten Gasaustauschstörungen, Hochfrequenzoszillation, v-v-ECMO) angewendet.

Die Behandlung des akuten Nierenversagens erfolgt mittels Hämofiltration, Hämodialyse oder Hämodiafiltration. Im Einzelfall kann auch bei akutem Leberversagen eine Unterstützung der Leberfunktion mittels Albumin Dialyse (MARS) durchgeführt werden.


Kleine chirurgische Eingriffe wie perkutane Dilatationstracheotomien, IABP-Anlage, und die Anlage von Thorax-, Perikard- oder Aszitesdrainagen, Lumbalpunktionen und diagnostische und therapeutische Tracheobronchoskopien führen wir auf den Stationen selber durch.

Besondere Schwerpunkte

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Behandlung von Patienten mit akuter hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz. Bei Patienten mit schwerem Lungenversagen, bei denen mit modernen lungenprotektiven Beatmungsstrategien keine Besserungstendenz erzielt werden kann, werden regelmäßig die extrakorporale CO2-Elimination (ILA: interventional lung assist), die veno-venöse ECMO sowie die Hochfrequenzbeatmung (HFOV) eingesetzt. Freie Bettenkapazitäten für Zuweiser geben wir regelmäßig auf der Homepage des ARDS Netzwerks Deutschland bekannt. Bei der Entwöhnung von der Beatmung nach Langzeitbeatmung ist auch die nicht-invasive Beatmung mittels Masken und Beatmungshelm fester Bestandteil unserer Therapiekonzepte.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung der schweren Sepsis und des Multiorganversagens. Hier kommen neben der Fokussanierung und der adjuvanten Therapie auch sämtliche Therapien zur Behandlung des Organversagens zum Einsatz. 
Wir sind ordentliches Regionalzentrum des Kompetenznetz Sepsis (SepNet).


 Weiterbildungsangebot

Für die Überwachung der kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen der Beschäftigten wurde für die gesamte Abteilung ein Ausbildungscurriculum erstellt, das Auszubildenden und Ausbildern als Leitfaden dient. Neben strukturierten Lehrvisiten bieten wir mindestens einmal wöchentlich Fortbildungsveranstaltungen zu den verschiedenen Themen der Intensivmedizin an.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte des Geschäftsfelds Intensivmedizin

  • Pathophysiologie des Lungenversagens, 
Einfluss von Beatmung auf die regionale Lungenfunktion
.
  • Nicht-invasive Beatmung
Adjuvante Therapien bei Sepsis
.
  • Akutes Nierenversagen nach kardiochirurgischen Eingriffen.

Eine genaue Beschreibung der Forschungsschwerpunkte finden sie im Bereich Forschung

 

Daten und Fakten

Klinik in Zahlen 2014:

3597 Patienten --> d.h. 90,9% Auslastung
4,04 Tage mittlere stationäre Verweildauer
42 Betten

Im Geschäftsfeld für Intensivmedizin arbeiten 32 Ärzte und 207 Pflegekräfte.

Der Facharztanteil beträgt 55%, 50% davon haben die Zusatzbezeichnung Spezielle Intensivmedizin.

Seitens der Pflegekräfte haben 44% die Fachweiterbildung Anästhesie & Intensivmedizin.

 

Links:

Kompetenznetz Sepsis (SepNet).