Schwerer Unfall. Zuschauer diesmal erwünscht

Sie sind eine Pest im Ernstfall: Schaulustige. Sie waren erwünscht, als gestern 56 angehende Notärzte im Rahmen ihrer Ausbildung auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in einer Großübung das Zusammenspiel von Rettern, Medizinern und Sanitätern übten. Hand in Hand kümmerten sich Feuerwehrleute mit Spreizern und Hydraulikschere und Ärzte mit Spritzen und Infusionen um die erbarmungswürdig geschminkten Unfallopfer. Rund 7000 Notarzteinsätze gibt es jährlich in Stadt und Landkreis, 40 Prozent davon mit Menschen in Lebensgefahr. Der Anteil an Verkehrsunfällen beträgt 15 Prozent. Dabei sind die Ärzte nicht selten auf Vorarbeit der Feuerwehr angewiesen, die Unfallopfer aus Trümmern schneiden müssen. Dieses Zusammenspiel, so Markus Roessler, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, müsse geübt werden. Aus Göttinger Tageblatt, Sonnabend 13.02.2010


 

 Video mit freundlicher Genehmigung des Göttinger Tageblatts